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Liebe Grüße aus Deutschland!

Nachdem wir nun wieder 4 Wochen den schönen Sommer in Deutschland genießen dürfen, möchten wir über die aktuellen Entwicklungen in den einzelnen Projekten in Südafrika berichten.

Es ist eine Menge geschehen, deshalb ist der Bericht etwas länger geworden.

Waisenheim

Zwei Wochen vor unserer Anreise ist ein 11-jähriger Junge an den Folgen der HIV Infektion gestorben. Dies gab noch einmal den konkreten Anstoß die medizinische Versorgung und Möglichkeiten der Prävention zu betrachten. Der Hagener Arzt Hans Christoph Specht, der uns bei unserem Aufenthalt begleitete, war hier eine große Hilfe. Auch unsere beiden Pfadfinderfreunde aus Frechen konnten die zuvor gesammelten Spendengelder gezielt und sinnvoll für Kleidung, Schuhe und Hygienebedarf ausgeben.


Wolle und Sam verteilen Kleidung und Hygieneartikel

Weiterhin leben 60 Kinder im Waisenheim, die von 7 Mitarbeiter/innen sowie einer Sozialarbeiterin betreut werden. Insbesondere die Anstellung der Sozialarbeiterin hat einen wichtigen Beitrag für die individuelle Betreuung der Kinder geleistet. Zurzeit müssen für alle Kinder Geburtsurkunden ausgestellt werden, so dass wir im Anschluss die rechtliche Möglichkeit haben, die Kinder auf ihren HIV Staus überprüfen zu können.


Freizeit im Waisenheim Don Bosco

Des Weiteren werden wir in den nächsten Jahren das Waisenheim umgestalten. Ziel ist es kleine Gruppen mit bis zu 8 Kindern und einer Bezugsperson in kleineren Wohneinheiten betreuen zu können. Dies ist eine sinnvolle Vorgabe des Sozialministeriums von Kwa Zulu Natal. Neben einem zusätzlichen Gebäude müssen einige Veränderungen an den bestehenden Strukturen vorgenommen werden.


Fussballtrikots für die WM 2010 in Südafrika

Ansonsten sind alle Kinder wohlauf. Die Euphorie der im nächsten Jahr stattfindenden Weltmeisterschaft hat auch Bamshela erreicht. Einige Kinder des Waisenheimes haben eine Fußballmannschaft gegründet und spielen z .T. gegen Mannschaften der angrenzenden Schulen. Während unseres Aufenthaltes konnten wir ihnen den Herzenswunsch erfüllen sie mit ordentlichen Mannschafts-Trikots auszustatten.

Hospiz

Seit unserem letzten Aufenthalt im Mai 2008 konnten wir mit der gezielten Unterstützung des Aufbaues eines Hospizes insgesamt 7 Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten. Zwei Krankenschwestern kümmern sich rund um die Uhr um die sterbenden Menschen. Ein katholischer Priester organisiert die notwendigen Aufgabenbereiche.


Besuch des Hospizes

Neben der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen wird das Hospiz auch für kurzfristige stationäre Krankenhausaufenthalte genutzt, da die Kliniken in der Region in der Regel nur ambulant behandeln oder kurzzeitig versorgen. Ebenso bietet das Hospiz die Möglichkeit, Kinder des Waisenheimes, die mit HIV infiziert sind, von den Kindern zu isolieren, die an TBC, Windpocken o. Ä. erkrankt sind.


Hans Christoph Specht mit der Krankenschwester des Hospizes

Da die Räumlichkeiten des ehemaligen Pfarrhauses nicht ausreichen und es nicht sicher ist, ob wir das Pfarrhaus auf Dauer nutzen dürfen, haben wir uns mit dem zuständigen Sinothando Verein dazu entschieden, ein neues Hospiz auf dem benachbarten Grundstück zu errichten. Wenn wir es mit deutschen Spendengeldern erreichen können, den Rohbau zu finanzieren, besteht die Möglichkeit über südafrikanische Mittel die Innenausstattung zu bezahlen. Ein befreundeter Architekt aus Hagen-Dahl erstellt zurzeit die ersten Baupläne.

Gemüseanbau

Bei unserem 4-wöchigen Aufenthalt hatten wir die Möglichkeit ein neu initiiertes Projekt der katholischen Kirche kennenzulernen. Hierbei werden 12 Familien gezielt dazu befähigt auf einem Grundstück der Kirche Ackerbau zu betreiben. 50 % des Ertrages dürfen sie für den Eigenbedarf behalten, die anderen 50% werden an bedürftige Familien 1 x im Monat ausgehändigt. Neben dem direkten Nutzen für die Familie, hat dieses Projekt eine immense Außenwirkung, da viele Nachbarn in den umliegenden Hütten von den Erfahrungen der dort arbeitenden Familien profitieren können.


Die Brunnenbohrung für das Gemüseprojekt

Eines der Hauptprobleme des Projektes bestand darin, mit der spärlichen Wasserversorgung aus einem sich in der Nähe befindenden Damm, den Acker regelmäßig bewässern zu können. In Absprache mit der katholischen Kirche vor Ort konnten wir mit Hilfe gezielter deutscher Unterstützung eine Brunnenbohrung vornehmen, die auf Dauer den Fortbestand des Projektes sichern wird.

So, dass war eine ganze Menge….

Wir wünschen Euch und Ihnen noch einen schönen erholsamen Sommer und verbleiben mit einem herzlichen

Gut Pfad!

Dorothée und Michael Boecker
 
    
Sawubona
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